Baumaßnahmen

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit vom 5. April 2019:

Am Schloss Griebenow in der Gemeinde Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben die Bauarbeiten begonnen. … „Die stattliche, barocke Schlossanlage mit Café sowie die anliegende Parkanlage mit Teichen und altem Baumbestand sind ein attraktives Ausflugsziel für Besucher und Anwohner. Jetzt soll das Schloss umfassend modernisiert und mit neuen Angeboten ausgestattet werden, um den Besuchern künftig eine noch größere Bandbreite an Aktivitäten zu bieten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Griebenower Schloss wurde 1709 errichtet und gilt als eines der größten nichtköniglichen Schlösser der spätkarolinischen Zeit. Es zählt zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen der schwedischen Zeit im Norden Deutschlands.

Seit 2003 ist der Verein „Barockschloss zu Griebenow e. V.“ Eigentümer, Besitzer und Betreiber der Anlage. …  „Der Schloss-Verein arbeitet mit großem Engagement, um die Anlage kulturell, touristisch und wirtschaftlich einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei, den Besuchern die vorpommersche Kulturlandschaft in seiner Tradition und Moderne zu vermitteln“, sagte Glawe.Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 3,84 Millionen Euro. Ein beträchtlicher Teil der Kosten wird vom „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) getragen.

Viele interessierte Besucher der Schlossanlage fragen sich , was geschieht den nun konkret. Für das Schloss lassen sich 5 Schwerpunkte nennen:

Brandschutz

Die Bedingungen des Brandschutzes müssen auf die heutigen Anforderungen angepasst werden. Rettungswege – Brandschutzdecken und –türen (u.a. zum Dachgeschoss) – Brandschutzverglasungen – Brandschutzverkleidungen – neu zu errichtende außenliegende Stahl-Spindeltreppen

Die Sanitäranlagen im Ostflügel müssen im Zusammenhang mit dem Brandschutz neu hergestellt werden.

Barrierefreiheit

Die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses erfolgt über einen Plattform-Schrägaufzug über den Haupteingang auf der Südseite im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der hufeisenförmigen Freitreppe.

Im Erdgeschoss wird ein barrierefreies WC eingerichtet.

Das Sockelgeschoss wird durch einen neu geschaffenen barrierefreien Zugang von der Nordseite erschlossen.

Fassade

Die Fassade soll wieder Ihre Schmuck- und Gliederungselemente erhalten.

In diesem Zusammenhang müssen die Fensteröffnungen wieder auf ihr ursprüngliches Maß zurückgeführt werden. Die zurückgesetzt eingebauten Fenster mit nach innen öffnenden Flügeln sollen nach Originalvorbild fassadenbündig mit nach außen öffnenden Flügeln ersetzt werden.

Freitreppe

Die in der Vergangenheit abgebrochene hufeisenförmige Treppe soll auf der Südseite auf Basis von historischen Fotografien und Bestandsaufmaßen wieder hergestellt werden.

Die Ausbildung der Geländer erfolgt auf den Proportionen der historischen Treppe. Hierzu sind Fotos der ehemaligen Treppenanlage in den Plan der Südansicht eingearbeitet.

Der Geländerbereich, vor dem der Plattform-Schrägaufzug geführt wird, erhält eine Absturz- und Durchgreifsicherung aus Glas.

Errichtung eines Touristischen Zentrums

Im Sockelgeschoss des Ostflügels und Mittelbau soll das Touristische Zentrum eingerichtet werden.

Hier sind neben multifunktional nutzbaren Raumen, den Sanitärraumen auch Räumlichkeiten vorgesehen, in denen die Geschichte des Schlosses mit seiner regionalen und überregionalen Bedeutung im europäischen Raum nahe gebracht werden soll.

Hier kann sich der Besucher auch über weitere touristische Ziele in der näheren und weiteren Umgebung informieren, die in einem Zusammenhang mit dem Schloss und dem Ort Griebenow stehen.